42. Tag – Feste feiern wie sie fallen

Strecke: Davos (1600m) – Grono (360m)

Ja, man muss die Feste feiern wie sie fallen. Heute hieß das: 90 Minuten Yoga, 180 Minuten Frühstück im Hotel, 90 Minuten schreiben, 180 Minuten Wetterkunde, 90 Minuten Packen und Orga, 180 Minuten Autostopp. 

Seit dem bin ich in dem schönen kleinen Tessiner Dorf Grono. Warum nicht die Stadt verlassen und hier her ziehen? Ich glaube mir würde nichts fehlen.

Ich habe aus Zeit- und Wettergründen also ein paar Kilometer übersprungen und kann so nun morgen in Airolo sein. Dort treffe ich Andi, einen Freund aus München, der mit mir ein paar Tage der Tessin-Etappe gehen wird. Ich freue mich auf die Gesellschaft und darauf mich ENDLICH wieder in den Bergen zu bewegen.

Es war heute aber ein wohltuender Abend mit der unglaublich sympathischen Nina, deren Kater Kiwi fluchend ums Haus geschlichen ist, weil er gerade Flöhe hat und nicht rein darf. Mit Nina (Danke Susanne für den Kontakt) hätte ich sofort Lust auf jeden Berg zu klettern, im Winter touren zu gehen und überhaupt einfach mehr Zeit zu verbringen. Ich hoffe sehr, dass sich das ergibt. Ein bisschen Frauenzeit hat mir auch sehr gut getan und ich habe wieder gemerkt wie wertvoll Kontakt mit lieben Menschen ist. Danke Danke Danke für so viel Gastfreundschaft!


2 Gedanken zu “42. Tag – Feste feiern wie sie fallen

  1. Salü,
    als wir vor knapp drei Wochen bei Grono/Bellinzona vorbeikamen, flogen dort noch Rettungshubschrauber – denn nahebei liegen Piz Cengalo und Bondo und „die zwei Murgänge“.

    Daraufhin bekam ein kurz zuvor „überwanderter“ frischer Geröllabgang im Pitztal für mich eine tiefere Bedeutung – ich konnte nun „verschüttete Wege“ mit realer Lebensgefahr in Verbindung bringen.

    Seitdem ist das latente Risiko „Bergrutsch“ für mich real nachvollziehbar geworden – und erzeugt leider permanent ein beklemmendes Gefühl …

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    1. Ich verstehe das gut. Die Murgänge sind hier ein ständiges Thema und man spricht viel darüber, was das für Mensch und Natur bedeutet. Es gibt von und in den Bergen viel zu lernen. Und ich denke, wenn man durch diese Geschehnisse Respekt bekommt, ist das vielleicht nicht falsch. Ich hoffe natürlich trotzdem, dass das beklemmende Gefühl für dich nicht für immer bleibt, sondern in eine natürliche Aufmerksamkeit münden kann. Viel Freude weiterhin am Berg und Danke für deinen Kommentar.

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