21. Tag – Getapet auf den Piz Boé (3152m) 

Strecke: Pisciadù Hütte (2585m) – Piz Boé (3152m)- Val Lasties (1857m) – Sella Joch (2183m) – Langkofel Scharte (2685m) – Langkofelhütte (2253m)

Mir ist kalt. Trotz Tee. Trotz drinnen sitzen. Hoffentlich dank Wolldecke bald nicht mehr. Ich werde heute trotzdem draußen schlafen, weil so kann das ja nicht weitergehen und ich denke immernoch, dass ich mich vielleicht einfach noch nicht wirklich dran gewöhnt habe… Die letzten zwei Nächte war es Wetter- bzw. Rückenbedingt richtig im Lager zu schlafen, aber jetzt ist eigentlich gutes Wetter und ich will endlich wieder Sterne sehen. 

Meinen Physiohelden, Thomas und Regine, zum Dank, geht es dem Rücken jetzt besser. Ich spüre es schon noch, aber Regine hat mich heute morgen noch getapet und das tut auch total gut.

Morgens beim Aufstieg kam ich am Rifugio Boé vorbei, einer wirklich schöne Hütte mit blauen Fensterläden die sich in ein Steinmeer schmiegt. Ich habe eine Runde Yoga gemacht und dann ging es rauf auf den Piz Boé. Vermutlich wäre es eine bessere Idee gewesen ganz früh dort hoch zu gehen, denn auch auf dem Gipfel tummelten sich schon die Massen. Trotzdem war der Rundblick mächtig und bis in die Magengrube strahlte ein tiefes Gipfelgefühl.

Dann ging es 1200hm bergab und per Autostopp rauf zum Sellajoch, weil ich keine Lust hatte 500 Höhenmeter neben Motorrädern, Wohnmobilen und Sportwägen auf der Teerstraße zu gehen. Von dort wollte ich eigentlich nochmal 500hm hinauf, allerdings habe ich mich angesichts der „cross country“ Kinderwägen und „Mountainbikern“ auf E-Bikes, die den Aufstieg zur Langkofelscharte bevölkerten für die Abkürzung mit der lustigen Sassolungo-Gondel entschieden. In dieser Gondel haben kaum zwei Menschen stehend Platz und um einzusteigen muss man Anlauf nehmen.

Oben angekommen habe ich die Toni-Demetz-Hütte gleich rechts liegen lassen (sorry Thomas und Regine, ich hoffe ihr habt einen schönen Abend da oben!!) und bin zur Langkofelhütte wieder 400hm abgestiegen. 

Jetzt habe ich Huuunger und hoffe inständig, dass die Portionen hier nicht so klein sind, wie man hört… Ich weiß, das war heute ein recht nüchterner Bericht. Nicht jeden Tag macht mir das Schreiben gleich viel Spaß. Aber meistens finde ich es ganz wunderbar, dehn Tag abends nochmal Revue passieren zu lassen.


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