8. Tag – Keinen See auslassen

Strecke: Zollner See (1766m) – Köderhöhe (2228m) – Grünsee (1249m) – Gasthof Valentin (1220m)

Heute halte ich mich kurz. Katalin ist da, und ich will lieber Zeit mit ihr verbringen. 

Es war ein langer, aber schöner Tag. Die Nacht war allerdings unangenehm. Der Biwakplatz war schief und es gibt nichts, aber auch wirklich gar nichts, was mehr nervt als Nachts davon aufzuwachen, dass man schon wieder samt Schlafsack neben der Matte liegt. Grrr. Außerdem war es sehr feucht-kalt und deshalb war ich etwas „klamm“, als ich aufgewacht bin. Frühstück hab ich mir dann doch geklemmt, so früh krieg ich außer Kaffe einfach nichts runter.

HIghlight des Tages war definitiv der Grünsee. Ich war schon recht müde von dem Weg, der sich am Ende dann doch zog und mich gelangweilt hat. Und dann tauchte zwischen den Bäumen dieses blitzende Wasser auf und meine Motivation machte einen Sprung. Und einen halbe Stunde später auch ich. In den See.  Ein Traum. Ich werde niemals satt nach einer langen Tour in diesen kalten klaren Gewässern zu schwimmen.

Es war so schön, auf der Hütte dann Katalin zu sehen! Wir haben groß zusammen gegessen und gehen jetzt früh schlafen. Ich werde natürlich draußen schlafen, hoffentlich regnet es nachts nicht. Das Wetter ist hier wirklich unberechenbar und unbeständig. Mal sehen ob es hält. Und sonst ist ein Dach ja nicht weit. 

Es gibt noch ein schönes Detail, von dem ich heute erzählen will. Immer wieder mal bekomme ich Nachrichten von Leuten, die meinen Blog lesen. Ich freue mich darüber immer sehr. Heute habe ich eine SMS von Romain bekommen, das war meine erste große Liebe. Er war 16, ich 14. Er lebte in Paris, ich am Chiemsee. Er war die große Welt für mich und wir schrieben uns viele viele Briefe und besuchten uns gegenseitig so oft es eben ging. In der SMS heute sagte er, dass ihn mein Bergprojekt an einen Text erinnert, den ich ihm anscheinend einmal geschrieben habe. Ich habe mich unglaublich gefreut, dass er diese alten Zeilen ausgegraben hat und finde sie eigentlich ganz schön:

This way is multicoloured
And it goes always up and down
This way is angled 
And you never know what’s around
[…] There is one street everybody walks on his own
This street goes on and on and on
People cross this way of yours
But essentially you walk alone…

 


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