7. Tag – Energie

Ich sitze am vermutlich idyllischsten Bloggerplatz ever ;-). Es ist dunkel geworden, gerade war noch genug Licht um den Schlafplatz zu bauen. Jetzt sehe ich die Tastatur nur mit Stirnlampe.

Ich sitze am Zollner See. Es ist recht feucht, aber mein Schlafplatz ist trocken. Die Grillen zirpen und gegenüber, auf der anderen Seite des Sees, klingeln die Kuhglocken. Ich habe mich gerade gefragt, ob ich mich wohl sehr erschrecken würde, wenn mich nachts eine Kuh weckt. Aber dann wurde mir klar, dass ich sie ja dann der Glocken schon viel früher hören würde, also lange bevor sie mir einen Zungenkuss gibt… 

Der Tag heute war super. Ich spüre meine Kraft und es macht Spaß, Gas zu geben. Ich bin recht spät los, habe morgens noch viel erledigt und lang Yoga gemacht und einfach das Zimmer genutzt während es draußen  morgens noch recht diesig war. 

Um 12:30 ungefähr bin ich los, und dann mit ein paar kleineren Pausen durchmarschiert. Ich habe mich zwei Mal etwas verlaufen und die Irrungen im Gestrüpp (mannomann, wenn mich da jemand gesehen hätte…) haben natürlich etwas Zeit gekostet. Aber mich hat es irgendwie amüsiert und außerdem hat es Spaß gemacht einem Flusslauf zu folgen, von dem ich wusste, dass er irgendwann auf den Weg treffen würde. Ein bisschen boulderei war auch dabei und natürlich bin ich mindestens einmal fast auf den glitschigen Steinen ausgerutscht. Aber immer gut gelaunt.

Das Gelände hier ist traumhaft. Ich bin über grüne Wiesen gewandert, an Almen vorbei, ein sanftes Auf und Ab, einfach schönes wandern. Und immer von Kuhglocken begleitet. Ich habe große Schritte gemacht, gleichmäßig geatmet und gespürt wie dankbar mein Körper für die weniger physisch anstrengenden Tage und den heutigen Pausenmorgen ist. Es ist als würde er mich dafür belohnen und mir eine extra Portion Energie zuschießen. Es ist 21:25 und ich könnte gefühlt noch einen Halbmarathon laufen. 

Manchmal kommt aus dem See ein „Blubb“. Es ist kein Badesee, eher ein Moor. So oder so ist es immer schön, am Wasser zu schlafen. Der Weg zur Zollner Hütte ist morgen früh nicht weit. Und dann gönne ich mir vielleicht auch einfach mal ein Frühstück. Das habe ich bis jetzt immer vermieden, aber meine Vorräte gehen zur Neige. 

Morgen Nachmittag kommt Katalin, meine Mutter, die dann ein paar Tage mit mir wandert. Ich freue ich sehr darauf, Zeit mit ihr zu verbringen.

So. Und jetzt wird es kühl und ich freu mich darauf in meinem kuschlig warmen Schlafsack zu liegen. Bonne nuit!

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