Trinkwasser unterwegs

Insbesondere auf meiner Expedition im Westen der USA habe ich festgestellt, wie essentiell es ist nicht nur den richtigen Wasserfilter dabei zu haben, sondern auch ausreichend Behälter dafür. Ich hatte zwei 1,5 Liter Nalgene Flaschen dabei, sowie eine weitere Literflasche mit einem „Notfall-Liter“. Um Wasser aus dem sedimentreichen Colorado River zu filtern, musste ich es über Nacht in Eimern setzen lassen. Dann habe ich mit meinem kleinen MSR TrailShot Filter das klare Wasser in die Flaschen gepumpt.

Natürlich kommt es bei der Wahl des richtigen Filtersystems immer darauf an, wo man unterwegs ist. Dazu gibt sind hier ein paar nützliche Informationen zusammengefasst.

In den Alpen gilt, dass das Wasser aus fließendem Gewässer, wie Gebirgsbächen in der Regel sauber und trinkbar ist. Vereinfacht gilt zudem: Je kälter und schneller der Fluss, desto sauberer. Allerdings kann es in Regionen mit Weidevieh durchaus verunreinigt sein, hier sollte man möglichst oberhalb der Weiden Wasser entnehmen, oder es eben filtern. Im Notfall, wenn man keinen Filter dabei hat, kann man sich mit Sand in einem Tuch oder Socken einen behelfsmäßigen Filter bauen.

In den Pyrenäen

Im Winter kann man natürlich gut Schnee verwenden, allerdings gehen beim schmelzen die meisten Mineralstoffe verloren. So ist es auch im Winter immer gesünder, wenn man das Wasser aus einem noch fließenden Gebirgsbach entnehmen kann. Schnee direkt zu essen ist wirklich Blödsinn, da der Körper extrem viel Energie verbraucht, um die kalten Bisse zu verarbeiten.

Gletscherwasser ist salzarm und ungesund, zudem ist es oft durch lange eingelagerte Verschmutzung verunreinigt. Das liegt auch daran, dass es nicht – wie Gebirgsbäche – im Fluss durch das Gestein natürlich gefiltert wird.

Ob Wasser beispielsweise durch Chemikalien verunreinigt ist, kann man nicht riechen. Die Reinigung mit Jod oder Chlor mag ich persönlich überhaupt nicht, weil das Wasser dann furchtbar schmeckt.

In der Wüste ist es mit Sicherheit besser das Wasser zu trinken, an dem sich Leben (in Form von Insekten etc.) zeigt. Denn Tiere trinken kein Wasser, das beispielsweise durch Uran verseucht ist, wie mancherorts im US-amerikanischen Westen. Da man in der Wüste kaum fließendes Wasser findet, muss man geschickt darin sein, sogenannte „potholes“, also Mulden im Gestein zu finden, in denen sich Regenwasser sammelt. Umso entscheidender ist vor einem mehrtägigen Ausflus in die Wüste es zu wissen, ob es dort geregnet hat. Für manche Regionen gibt es Kartenmaterial, in dem solche natürlichen Wasserstellen vermerkt sind – allerdings müssen diese natürlich sehr aktuell sein, weil sich die Wüste durch Wind und Erosion ständig verändert. Ich empfehle daher, sich an ortkundige Locals zu halten, und mit denen die geplante Route durchzugehen.

Königssee

Teil 4: Verzicht ist Gewinn – Warum weniger Konsum Spaß macht

Wenn wir über Umwelt- und Klimaschutz reden, schwingt meistens die Aufforderung zum Verzicht mit. Insofern würde uns ein umwelt- und klimafreundlicheres Leben nicht nur Lebensqualität nehmen, sondern auch Freiheit, Geld und Zeit. Ich erzähle in diesem Beitrag davon, warum es mir damit ganz anders geht und ich eigentlich das Gefühl habe, meine Lebensqualität steigere sich zunehmend mit der Umstellung.

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Teil 3: Physische und psychische Nachhaltigkeit oder: Ich bin ein Hybrid

Auch dem Körper genug Zeit für Regeneration, und den Emotionen für die Verarbeitung zu lassen, empfinde ich inzwischen als einen wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit. Gerade dann, wenn man sich physisch und psychisch – also menschlich – weiterentwickeln will. Wie ich versuche meinem Ego zu begegnen und das eigene Maß zu finden, darum geht es in diesem Beitrag.

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Die Bedeutung von Nachhaltigkeit

Global denken, lokal handeln

Dass mich die Themen Umwelt- und Klimaschutz noch mehr interessieren, seit ich die Berge zu meinem Lebensmittelpunkt gemacht habe, ist logisch. Fast täglich sehe, fühle, höre, rieche und schmecke ich nicht nur, wie wunderschön es draußen ist, ich erlebe an mir selbst und an den Menschen um micht herum auch ständig, wie wichtig es ist, den Kontakt mit der Natur nicht zu verlieren.

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Day 88. How the Colorado River was born from the sea

I meet Antonia Torres Gonzalez who runs the little cultural center of the native Cucopah tribe. I feel like she is skeptical at first and I soon understand why. It is something I have witnessed on this trip, whenever talking to representatives of the Native American tribes. There is a way “we” want to see them, and there is a way they are, which many times their want to protect from the outsider, because they have been misinterpreted, misunderstood and their image has been manipulated many times over. It is a conflict that I will try to describe in more depth when I take the time to write my book.

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